Bewegung im ersten Lebensjahr

Säuglinge brauchen von Anfang an viel Bewegungsfreiheit, um ihren natürlichen Bewegungsdrang auszuleben, Bewegungen zu erproben und zu erlernen. Ihre Sinne entwickeln sich durch den Kontakt mit ihrer Umwelt. Je grösser ihre Bewegungsvielfalt ist, desto schneller und leichter können neue Bewegungen erworben werden.
Je nach Kind und seinem Entwicklungsstand sind individuelle Unterschiede im Bewegungsverlauf normal. 


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Bewegungstipps für Säuglinge bis etwa drei Monate >>
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Für Mütter: Rückbildungsgymnastik ist wichtig >>
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Bewegungstipps für Säuglinge bis etwa drei Monate
  • Legen Sie Ihr Baby im Wachzustand auf den Bauch, es wird immer wieder versuchen, den Kopf zu heben
  • Nehmen Sie das Kind über die Seite auf, so lernt es mit der Zeit seinen Kopf selber zu halten
  • Viel Strampeln ist ein Ausdruck von Freude an der Bewegung und nicht ein Zeichen von Nervosität. Lassen Sie Ihr Kind oft ohne Windeln strampeln.
Zwischen vier und sechs Monaten
  • Legen Sie Ihr Kind wenn es wach ist öfters auf den Bauch, spielen Sie in dieser Lage mit ihm, dies erleichtert ihm später das Krabbeln und Sitzen.
  • Sorgen Sie auch im Winter dafür, dass Ihr Kind mit seinen nackten Füssen spielen kann. Es wird vermehrt nach seinen Füssen greifen und so seine Bauchmuskeln kräftig trainieren und später über die Seitenlage zum Drehen kommen.
  • Legen Sie Ihr Kind unter ein aufgehängtes Spielzeug, es wird danach greifen und seine Schultern lockern.
  • Wiegen und drehen Sie sich mit Ihrem Kind im Arm zu verschiedener Musik
  • Baby-Autositze, wie z.B. ein Maxicosi sind nur für Fahrten im Auto gedacht, sie engen die Bewegungsfreiheit Ihres Kindes stark ein. Nehmen Sie Ihr Baby während längeren Autofahrten regelmässig aus der Autositzschale und sobald Sie am Ziel sind, legen Sie es auf eine Decke am Boden, damit es sich gut bewegen kann.
Ab etwa sieben Monaten
  • Rollen Sie Ihrem auf dem Bauch liegenden Kind einen Ball zu.
  • Setzen Sie sich mit gestreckten Beinen auf den Boden und lassen Sie das Kind darüber krabbeln.
  • Legen Sie eine Matratze oder ein Kissen hin, dadurch wird das Krabbeln spannender und Ihr Kind erlangt mehr Sicherheit.
  • Kinder freuen sich über einen Krabbelparcours unter Stühlen, über Kissen und durch Schachteln hindurch.
  • Lassen Sie es unter Aufsicht möglichst oft selber die Treppe hoch krabbeln, dies braucht viel Übung, gibt ein sicheres Körpergefühl und ist die beste Unfallprophylaxe für später.
  • Ihr Kind muss weder hingesetzt noch aufgestellt werden. Warten Sie bis es diese Bewegungen selber machen kann. Wenn Sie warten können, wird es das motivierter und sicherer selber machen, die richtigen Muskeln trainieren und stolz auf seine Leistung sein.
  • Laufgitter können die Bewegungsfreude einengen und sollten möglichst wenig eingesetzt werden, sind aber nützlich um gefährliche Gegenstände dem Kind unzugänglich zu machen.
  • Es ist wichtig, dass Kinder möglichst leichte Kleider aus dehnbaren Stoffen und keine festen und einengenden Kleider tragen. So können sie sich frei bewegen.
  • Bewegung ist auch mit Anstrengung und Frustration verbunden. Unterstützen Sie Ihr Kind mit ermunternden Worten und freuen Sie sich über den Stolz Ihres Kindes, wenn es die Schwerkraft überwunden hat und selbst laufen kann.

Weitere Infos und Bewegungsempfehlungen für Säuglinge und Kleinkinder sowie auch für Erwachsene finden Sie auf der Seite des Netzwerks Gesundheit und Bewegung Schweiz. HIER -->


Für Mütter: Rückbildungsgymnastik ist wichtig!
Schon wenige Tage nach der Geburt können Sie damit beginnen, Ihre Beckenbodenmuskeln behutsam zu trainieren. Leichte Rückbildungsgymnastik stärkt und strafft Ihre Bauch- und Beinmuskulatur und kann auch bei Problemen mit der Harnblase helfen. Nach ein paar Wochen sollten Sie routinemässig jeden Tag einige Übungen machen und wenn möglich regelmässig spazieren gehen. Das bringt Sie bald wieder in Form und hält fit – und für Ihr Baby ist viel frische Luft auch wichtig. Nach einem Kaiserschnitt sollten Sie ungefähr 4 bis 6 Wochen lang auf körperliche Beanspruchung oder Bauchtraining verzichten, damit die Naht vollkommen verheilen kann. Genauso sollten Sie nach einer Dammschnitt mit Dehnübungen warten, bis die Naht verheilt ist.
Weitere nützliche Informationen finden Sie auch auf der Internetseite von Swissmom












 

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